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Antrag: Proberäume für Bands schaffen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

die Öffentlichkeit erreichte der Hilferuf der Bands, die derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Magirus-Brandschutzwerkes im „Schüttgut“-Areal proben. Der Vermieter hat allen Bands, allen Nutzern dort gekündigt. Es handelt sich dabei um 22 Bands, d.h. über 100 Musiker:innen, was für das Kulturleben der Stadt Ulm von erheblicher Bedeutung ist.

 

Die Musikgruppen, die dort proben, haben in der Vergangenheit schon zur Kulturszene unserer Stadt beigetragen und sind auch für die musikalische Selbstverwirklichung von jungen Menschen so wichtig wie die Junge Bläserphilharmonie, die Musikschule oder der Spatzenchor. Von einigen Mieter:innen des „Schüttgut“-Areals wurde wirksame kulturpädagogische Arbeit geleistet. Gleichzeitig ist der Ort für Menschen ohne Auto gut erreichbar.

 

Auch wenn uns bewusst ist, dass der zwingende Fokus der Stadtverwaltung derzeit auf der Beschaffung von Wohnraum für geflüchtete Menschen liegt, bitten wir darum, dass für die Bands aus der Magirusstraße eine Lösung gefunden wird. Nun ist es dem Zusammenschluss der Bands gelungen geeignete Räume in der Eberhard-Finckh-Straße in Böfingen zu finden. Für den Ausbau dieser Räume als Probenräume gibt es bereits eine qualifizierte Kostenschätzung. Auch andere Objekte werden als mögliche Probenräume geprüft. Die Vertretung der Bands arbeitet mit viel persönlichem Engagement daran hier eine Lösung zu finden. Das zeigt sich auch daran, dass sich der Zusammenschluss zeitnah als Verein organisieren möchte, um als Träger die Interessen der verschiedenen Bands zu vertreten. Der Verein wird sich zum Ziel setzen, langfristig Möglichkeiten für Musiker:innen zu schaffen und soll offen für Alle sein, also auch für weitere Musiker:innen. Damit die Bands eine neue künstlerische Heimat finden können, ist eine Unterstützung durch die Stadt nötig. Lösungsvorschläge müssen zeitnah beraten werden. Wir beantragen aus diesem Grund, das Thema Probenräume für die betroffenen Bands im Kulturausschuss am 09.12.2022 zu beraten und im Haushalt 2023 finanzielle Mittel dafür bereit zu stellen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Für die SPD-Fraktion: Martin Ansbacher, Dr. Dagmar Engels und Eva-Maria Glathe-Braun

 

Für die FWG-Fraktion: Norbert Nolle, Dr. Gisela Kochs und Oliver Bumann