OV Ulmer Westen Resolution – Unterstützung für die Ukraine
30. Mai 2022
Veranstaltung „Wohnungsbau“ mit Daniel Born MdL und Dr. Frank Pinsler
7. Juli 2022

Mehr Transparenz und Rückhalt für die Bürgerschaft im Ulmer Westen

Unbestritten ist die Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg der Job- und Innovationsmotor unserer Region. Umso genauer und gründlicher muss sich die Stadtpolitik auch mit der Entwicklung auf dem Oberen Eselsberg beschäftigen.
Zuletzt hat sich die öffentliche Diskussion über Baumrodungen am Uniwald beschäftigt. Generell erwarten wir mehr Transparenz über die Entwicklung auf dem Oberen Eselsberg.
Uns erreichen in den letzten Wochen unterschiedliche Nachrichten. Zum einem siedeln sich insbesondere im Science Park neue Firmen an, zum anderen scheinen sich die Pläne des Universitätsklinikums zur Umsetzung des ersten Abschnitts des Masterplans Uniklinikums mehrere Jahre zu verzögern. Gleichzeitig gibt es bedeutende Entwicklungen wie den Rückzug von Daimler und die Ansiedlung des DLR. Auch haben sich in der letzten Zeit – z.B. im Zusammenhang mit dem Bau des sog. Bettenhauses – Informationsdefizite zwischen allen Beteiligten aufgetan.
Es ist aus unserer Sicht an der Zeit, über den aktuellen Stand der Umsetzung des Masterplans für den Oberen Eselsberg zu unterrichten, darüber zu diskutieren und eine öffentliche Debatte zu ermöglichen.

Bereits 2019 haben wir uns mit einem LKW-Durchfahrtsverbot für Jungingen beschäftigt. Nach der Eröffnung der neuen A8-Abfahrt Ulm-Nord wurde ein LKW-Durchfahrtsverbot für Jungingen und Lehr beantragt, was von der Stadtverwaltung als nicht nötig angesehen wurde. Aus Lehr seien keine Beschwerden von Anwohner:innen bekannt. Bei uns meldeten sich jedoch immer wieder Bürger:innen aus Lehr und nach einem Ortstermin ist folgendes klar: Insbesondere seit der Eröffnung der Autobahnabfahrt Ulm-Nord beobachten Einwohner:innen in Lehr, dass der LKW-Verkehr noch mehr zugenommen hat. Offenkundig geht es hier um eine Mautersparnis von der A8 bis zum Berliner Ring. Die Ortsdurchfahrt in Lehr ist allerdings für Durchgangsverkehr nicht geeignet. Teilweise sind die Gehwege sehr schmal wie z.B. in der Loherstraße zwischen dem Abzweig Mähringer Straße und Rührweg. Am südlichen Ortsausgang wird aufgrund der geraden Strecke zügig beschleunigt, was Lärm erzeugt. Wir erwarten, dass mithilfe einer Verkehrszählung belastbare Daten erhoben werden.

Der Mariusweg in Lehr ist die Erschließung zur Ortsdurchfahrt für das ältere Wohngebiet östlich des Dorfkernes. Durch das Viertel führt auch der Schulweg aus dem östlichen und südlichen Ortsteil. Wie Anwohner:innen berichten, wird der Mariusweg, auch der Ratgebweg, als Abkürzung genutzt und die Tempo-30-Zone dabei wenig berücksichtigt. Die Straßen sind jedoch recht eng und gleichzeitig wohnen dort viele Familien mit Kindern. Um den Verkehr zu beruhigen und die Lebensqualität insbesondere der Kinder zu steigern, schlagen wir vor, das Wohngebiet zu einer „Spielstraße“ umzuwidmen.

In Söflingen fehlen an zentralen Stellen Mülleimer, bspw. am Gemeindeplatz und im Klosterhof an den Sitzbänken. In diesen Bereichen sollten zeitnah mehr Mülleimer angebracht und mehr Möglichkeiten geschaffen werden, Zigarettenkippen ordnungsgemäß zu entsorgen.
Unabhängig von der Situation in Söflingen halten wir es für sinnvoll, im gesamten Stadtgebiet dem Müll und dem achtlosen Wegwerfen von Zigarettenkippen im öffentlichen Raum stärker den Kampf anzusagen. Ein umfassendes Maßnahmenkonzept ist aus unserer Sicht hierfür notwendig.

Im Ulmer Westen, wie auch in der gesamten Stadt muss es zudem generell mehr Möglichkeiten geben, Zigaretten in Aschenbechern ordnungsgemäß zu entsorgen. In diesem Zusammenhang sollte auch geprüft werden, ob eine Zusammenarbeit mit dem Verein Tobacycle, der die Kippen nach eigenen Angaben zu neuen Produkten recycelt, sinnvoll ist.
Tobacycle bietet für Kommunen ganze Sammelsysteme an. Diese speziellen Aschenbecher nur für Kippen könnten an strategisch günstigen Stellen aufgehängt und Zigarettenkippen könnten dann für Tobacycle gesammelt werden. Zahlreiche Kommunen nutzen bereits das Angebot dieses Vereins.

Ein wichtiger Baustein für die Verringerung des erhöhten Müllaufkommens aufgrund stärkerer Nachfrage an To-Go-Angeboten stellen Mehrwegkonzepte dar. Hier wollen wir erneut einen Anstoß dazu geben, diese Konzepte umzusetzen und attraktiver zu machen.

Wir erwarten von der Stadtverwaltung deshalb, ein umfassendes Maßnahmenkonzept gegen  das achtlose Wegwerfen von Müll im öffentlichen Raum zu entwickeln.

Die Planungen der Sanierung des beliebten Söflinger Forsthauses scheinen voran zu gehen, nur leider wird sich wohl die Umsetzung verzögern, obwohl die gebäudeerhaltenden Maßnahmen dringend notwendig sind. Unsere Söflinger Vereine benötigen unbedingt für ihre Aktivitäten eine funktionsfähige und attraktive Unterkunft.

Liebe Söflingerinnen und Söflinger, bleibt gesund und gute Sommer-Zeit! Wir freuen uns auf den Austausch.