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Antrag: Imagefilm „Vielfalt“ stoppen

Vielfalt bedeutet nicht Toleranz gegenüber intoleranten Gruppen. Die Freiheit des Einzelnen darf die Freiheit eines Anderen nicht beeinträchtigten.

Antrag: Imagefilm „Vielfalt“ stoppen.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Veröffentlichung des neuen Imagefilms der Stadtverwaltung „Vielfalt leben in Ulm in der einen Welt“ erregt große Aufmerksamkeit, allerdings sicher nicht die gewünschte. Zu Recht fragen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nach der Intention, einem Schauspieler mit einer rechtsextremen Tätowierung eine so große Plattform zu bieten. Die „schwarze Sonne“ ist zwar nicht als verfassungsfeindlich verboten, zählt aber erwiesenermaßen zu den Symbolen rechtsextremer Kreise. Was genau möchte die Stadtverwaltung mit diesem Film ausdrücken? Sollen Menschen mit rechtsextremer Gesinnung verharmlost werden? Ihre Ansichten sind jedoch im absoluten Gegensatz zum Willen, das Konzept der internationalen Stadt mit Leben zu füllen. Wenige Tage nach dem Terroranschlag eines Faschisten in Halle hat dieser Film eine fatale Wirkung!

Im Übrigen fragen wir uns auch, ob die Fußballfans mit den Bannern in Frakturschrift tatsächlich die gewünschte Vielfalt widerspiegeln.

Wir hätten erwartet, dass in der Stadt der Geschwister Scholl das Bewusstsein vorhanden ist, fragliche Symbole von den Fachleuten wie dem Stadtarchiv oder dem DZOK bewerten zu lassen, bevor man den Film fertigstellt. Wir beantragen, den Film sofort aus dem Angebot der Stadt zu löschen und ihn zu überarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Ansbacher (Fraktionsvorsitzender)

Dr. Dagmar Engels (stv. Fraktionsvorsitzende)

Eva-Maria Glathe-Braun (Stadträtin)

Anja Hirschel (Stadträtin)

Dorothee Kühne (Stadträtin)

Martin Rivoir MdL (Stadtrat)

Dr. Haydar Süslü (stv. Fraktionsvorsitzender)

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